»Sicher eines der CD-Highlights im Liszt-Jahr 2011«

Leslie Howard: Franz Liszt - The Complete Piano MusicSo beginnt NDR Kultur-Redakteur Christoph Vratz seine Besprechung der 99-CD-Box mit sämtlichen Klavierwerken von Franz Liszt. Das Material wurde zwischen 1985 und 2010 vom australischen, in England lebenden Pianisten Leslie Howard für das britische Label Hyperion eingespielt. Rechtzeitig zum 200. Geburtstag von Franz Liszta> (1811-1886) wurden nun die auf Einzel- und Mehrfach-CDs veröffentlichten Alben in einer schmucken, aber auch im Vergleich zu den Einzelveröffentlichungen deutlich preisgünstigeren Box wiederveröffentlicht.
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Die Karnevalszeit ist vorüber, die Masken sind abgenommen, die Kostüme ausgezogen, der Nubbela> ist verbrannt worden, das Ende der “tollen Tage” läutet traditionell den Beginn der Fasten- und Passionszeit ein. Auch ohne besonderen religiösen Aspekt versuchen viele Menschen diese Zeit ganz bewusst anders zu erleben. In der Musik ist die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern die Hochphase für Konzerte mit vornehmlich geistlichen Werken im Programm. Wen wundert’s, war es doch lange die Fasten-, Passions- und Osterzeit, die in der christlichen Welt als die wichtigste Zeit des Jahres angesehen wurde (und nicht wie heutzutage die Weihnachtszeit, was sicher eine Vielzahl von Ursachen hat und nicht alle sind einer veränderten religiösen Wahrnehmung geschuldet). Man kann also ohne Übertreibung sagen, dass es eine gewachsene Tradition ist, sich in der Fastenzeit bis zum Osterfest besonders intensiv mit sakraler Chormusik zu beschäftigen. Auch in diesem Blog werden in den kommenden Wochen überdurchschnittlich viele Neu- und Wiederveröffentlichungen sakraler Chormusik besprochen werden. Diese Tradition hat sich interessanterweise auch bis in der stark weltlich gewandten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts gehalten.
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Percy GraingerDer australisch-amerikanische Pianist, Dirigent, Saxophonist und Komponist Percy Graingera> (1882-1961) gehört zu den widersprüchlichsten und exzentrischsten Persönlichkeiten der Musikwelt des 20. Jahrhunderts: Er war bekennender Antisemit und Rassist, praktizierender (und minutiös dokumentierender!) Sado-Masochist, er bewunderte und sammelte er folkloristische musikalische Formen aus den vielen Ländern, die er bereiste, war mit Duke Ellingtona> (1899-1974) und George Gershwina> (1898-1937) befreundet und setzte sich vehement für den Jazz als ernstzunehmende Musikform ein. Er  versuchte in seinen Briefen und Schriften ein vom Latein gereinigtes Englisch zu benutzen (er nannte es “blue-eyed English”), sprach 11 Sprachen fließend (darunter so exotische Sprachen wie Isländisch, aber auch Russisch) und glaubte an die Überlegenheit der nordisch-germanischen Rasse, hatte aber andererseits für das NS-Regime nichts übrig: Während des 2. Weltkriegs spielte er als Pianist eine Reihe von Militärkonzerten für die US Army (im ersten Weltkrieg hatte er in einer Militärkapelle als Saxophonist gearbeitet). Darüber hinaus entwickelte er in seinen in Zusammenarbeit mit dem Techniker Burnett Cross die Free Music Machinea>, einen Vorläufer des Synthesizers.

Seinen Wohlstand erlangte erlangte Grainger durch sein Frühwerk »Country Gardens«, das er Zeit seines Lebens spielen sollte, obwohl er es in zunehmenden Maße verabscheute:

Country Gardens (Pianola-Aufnahme 1919) von und mit Percy Grainger auf Australian Screena>
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A. Lieberknecht & F. Bungarten: M. Giuliani - Works foe Flute and GuitarDie Flötistin Andrea Lieberknechta> und der Gitarrist Frank Bungartena> veröffentlichen in einigen Tagen auf ihrem Stammlabel MDGa> eine neue SACD mit Duo-Kompositionen des italienischen Komponisten und Gitarrenvirtuosen Mauro Giuliania> (1781-1829). Insgesamt schrieb Giuliani fast 300 Werke für sein Instrument, darunter drei Gitarrenkonzerte, sowie Kammermusik für Gitarre solo, für zwei Gitarren und Gitarre plus Begleitung (meistens Violine oder Flöte), und trug erheblich zur Erweiterung und Modernisierung der Spieltechnik an der Gitarre bei. Seine kammermusikalischen Werke für Gitarre mit Begleitung schrieb er ausschließlich als virtuose Unterhaltungsmusik für die Wiener Salons des frühen 19. Jahrhunderts.
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Gustav HolstVielleicht würde man das Œuvre des Komponisten Gustav Holsta> (1874-1934) anders bewerten, wenn er zwischen 1914 und 1916 nicht die Suite für großes Orchester  The Planetsa> geschrieben hätte? Tatsache ist, dass auf kaum einen anderen Komponisten die Bezeichnung One-Hit-Wonder (oder wie es im Booklet steht »Ein-Werk-Komponist«) so zutreffend erscheint, wie auf den englischen Komponisten lettisch-schwedischer Abstammung. Seine Orchestersuite kennt jeder, der sich auch nur ein wenig mit der Musik des 20. Jahrhunderts beschäftigt hat und man kennt einzelne Themen daraus, auch wenn man nicht weiß, dass sie aus dieser Suite stammen. Teile der Planets wurden beispielsweise von vielen Rockbands adaptiert. Vor allem der Progressive Rocka> ließ sich von Holsts Suite immer wieder inspirieren: So spielte die englischen Progressive-Rock-Pioniere King Crimsona> ein Arrangement des ersten Satzes »Mars, the Bringer of War« in den späten 1960ern bei ihren Live-Konzerten; die englisch-südafrikanische Manfred Mann’s Earth Banda> verarbeitete 1973  bei ihrer Single “Joybringer” das Thema von »Jupiter, the Bringer of Jollity« und auf dem 1986 erschienen (einzigen) Studioalbum der englischen Progressive-Rockband Emerson, Lake & Powella> ist ebenfalls eine Adaption von »Mars, the Bringer of War« zu hören. Holst Planets gibt es in mehreren Fassungen für Synthesizer (von Isao Tomitaa> (1977), Ed Starinka> (1989) und Vangelisa> (2001)), die Themen wurden in Videospielen und Science-Fiction-Filmen verwendet, zitiert und plagiiert, kurzum: Holsts Planets sind in der Gegenwartskulturfest verankert, der Rest seines Werkes bleibt außerhalb Großbritanniens nahezu unbekannt und auch in seinem Heimatland bleibt ein Großteil seines durchaus nicht kleinen Katalogs weitgehend unbeachtet.
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Neue CDsIn der Rubrik Vorschau werden zu Monatsbeginn ausgesuchte Titel aus den anstehenden Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb vorgestellt. Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb kommen am 15. März 2011 in den Handel.

Im gestrigen Teil I der Vorschau stelle ich 1. Orchesterwerke und 2. Kammermusik vor; heute folgen nun die Neuerscheinungen aus den Bereichen 3. geistliche & weltliche Vokalmusik und 4. Wiederveröffentlichungen & historische Aufnahmen.
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Neue CDsIn der Rubrik Vorschau präsentiere ich immer zu Monatsbeginn einen ausgewählten Überblick über die (aus meiner Sicht) interessantesten Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb, die im Laufe des jeweiligen Monats (üblicherweise in der zweiten Monatshälfte) in den Handel kommen. Einige dieser Titel werde ich genauer im Laufe des Monats besprechen.

Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb erscheinen am 15. März 2011.

Im heutigen Teil I der Vorschau präsentiere ich meine Auswahl an besonders interessanten und vielversprechenden Neuerscheinungen aus den Bereichen 1. Orchesterwerke und 2. Kammermusik; morgen im Teil II folgen dann die Neuerscheinungen aus den Bereichen 3. Chorwerke und 4. Wiederveröffentlichungen.
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Zu den bekanntesten Werken des tschechischen Komponisten Antonín Dvoráka> (1841-1904) gehört zweifelsohne das wundervolle Cellokonzert in h-Moll, op. 104a>, das er 1895 während seines Aufenthalts in den USA schrieb. Dvorák kehrte nach einem längeren Urlaub in Böhmen ein letztes Mal in die USA zurück und verkündete schon bald dem Freund Alois Göbl in einem Brief »Gerade habe ich den ersten Satz eines Konzerts für Violoncello beendet!! Wundern Sie sich nicht darüber, ich habe mich selbst gewundert und wundere mich noch, dass ich mich für diese Arbeit entschieden habe«.
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Tasmin Little - Quelle: tasminlittle.org.uk, © Melanie WinningDie englische Violinistin Tasmin Littlea> hat mir ihrem aktuellen Album, einer Neuaufnahme des Violinkonzertes in h-Moll, op. 61 von Edward Elgara> (1857-1934), eine der interessantesten Neuerscheinungen des neuen Jahres vorgelegt. Ihr honigsüßes, weiches, aber kraftvolles Spiel macht aus populären Konzert ein echtes Schmuckstück (s. dazu auch meine Besprechung ? hier). Doch die britische Violinistin glänzt nicht nur als Interpretin hochromantischer Stücke, sie glänzt auch als Interpretin Alter und Neuer Musik.

Tasmin Little - The Naked TruthAuf ihrer Homepage kann man exklusiv seit 2008 ihr Album »The Naked Violin« komplett kostenlos als MP3 ? downloadena>. Darauf finden sich virtuose Solo-Stücke für Violine von Johann Sebastian Bach (1685-1750), Eugène Ysaÿe (1858-1931) und Paul Patterson (b.1947). Mit diesem Angebot geht es Tasmin Little offenbar darum, auch unerfahrenere, jüngere Hörer auf ihre Musik aufmerksam zu machen. Ein bes0nderes Highlight ist auf dem Album Bachs

Partita No. III in E-Dur, BWV 1006 für Violine solo
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Passend zum Album kann man nicht nur das Artwork zum Ausdrucken, sondern auch kurze gesprochene Einführungen zu den einzelnen Stücken downloaden, so dass man tatsächlich so etwas wie eine “Schulstunde” (auf Englisch) daraus machen kann.

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Die aktuelle SACD Edward Elgar – Violin Concerto · Interlude from ‘The Crown of India” · Polonia von Tasmin Little und dem Royal Scottish National Orchestra unter der Leitung von Andrew Davis ist am 14. Januar 2011 auf Chandos (CHSA 5083) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie ? amazon.dea> und ? jpc.dea> (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Prokofieff - Die Sinfonien (Eurodisc/Melodiya - LP-Box)Eine meiner allerersten größeren Sammlerstücke in meiner Plattensammlung war eine 6-LP-Box mit sämtlichen Sinfonien von Sergei Prokofieva> (1891-1953), gespielt vom »Großen Rundfunk-Sinfonieorchester der UdSSR, Dirigent: Gennadi Roshdestwensky« (so das Plattencover, s rechts). Vor dieser LP-Box kannte ich nur das unvermeidliche Peter und der Wolfa> aus dem Musikunterricht. Mit diesen Sinfonien eröffnete sich mir, damals noch sehr jungen und unerfahrener Hörer eine neue Klangwelt, hatte ich mich doch zuvor nur zaghaft in der Welt der klassischen Musik bewegt und war noch nicht über ‘die üblichen Verdächtigen’ (namentlich Beethoven, Mozart, Tchaikovsky und Vivaldi) hinaus gekommen. Was ich bei diesen Prokofiev-Aufnahmen zu hören bekam, war modern und aufregend anders (vielleicht einmal abgesehen von der Symphonie classiquea> mit ihrer ironischen Interpretation der klassischen Sinfonie Haydns, die mir vertraut war). Ohne Übertreibung waren diese überaus gelungenen Aufnahmen sehr prägend für meine musikalischen Interessen. Wer weiß, ob ich mich jemals aus eigenem Antrieb auf ‘musikalische Entdeckungsreise’ begeben hätte, wären da nicht Prokofievs Sinfonien gewesen?

Viele der Artikel auf dieser Webseite wurden vom Bloggründer Heinrich Mannswelt geschrieben, der sich als unabhängiger Journalist in verschiedenen Musikmagazinen Deutschlands einen Namen gemacht hat. Da die Bandbreite der Musikrichtungen jedoch sehr weit gestreut ist kommen manchmal auch Gastautoren zu Wort, deren Artikel dann namentlich gekennzeichnet sind und nicht, wie alle anderen, das Kürzel hema tragen. Ein Autor, der ein wahrer Spezialist für Weltmusik ist, ist Peter Jurgens. Regelmäßig laden wir ihn ein um Platten zu besprechen, die klare Einflüsse der Weltmusik haben und einen entsprechenden Hintergrund benötigen, um sie passend rezensieren zu können. Da Peters Schreibe so gut ist, dass er selbst über einen Ikea Gutschein unterhaltsames zu berichten hätte, sind wir sehr stolz ihn an Bord zu haben.

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